Als ich im Winter 1993 den Wehrpass meines im Zweiten Weltkrieg auf See gebliebenen Großvaters Karl-Heinz Waack erhielt und den letzten Eintrag ("Am 22.10.1943 auf einem Geleitboot im Mittelmeer, Höhe von Porto San Stefano, gefallen") las, war ich innerlich tief bewegt.
Was mochte sich an jenem Tag ereignet haben? Welchen Namen trug dieses Fahrzeug, auf dem der Vater meiner Mutter sein noch so junges Leben verlor? Und wie mochte dieses Geleitboot wohl ausgesehen haben?
Karl-Heinz Waack und Ehefrau Ella, geborene Brandt. Hochzeit am 05.07.1941
Erst im Sommer 1994 gelang es mir, die entsprechenden Antworten zu finden. Ich erfuhr, dass es sich um das Minenschiff JUMINDA handelt, welches von amerikanischen Schnellbooten nordwestlich der Halbinsel Monte Argentario torpediert und versenkt worden war. Der Deutsche Marinebund half mir, zwei der 16 Marinesoldaten, die den Schiffsuntergang überlebt haben, ausfindig zu machen. Sie schilderten mir die letzte Fahrt der JUMINDA und sandten mir einige Fotos zu. Als ich diese Aufnahmen betrachtete und ich mir vorstellte, wie die Fluten des Mittelmeeres sich dieses kleinen Schiffes von nur 742 BRT bemächtigten und es mitsamt Großvater und den meisten anderen Besatzungsangehörigen in die Tiefe zogen, wurden meine Augen feucht. In Anbetracht der Emotionen hielt ich es für richtig, meine Kenntnisse über den Krieg im Mittelmeer-Raum zu vertiefen, um in der Lage zu sein, die damaligen Ereignisse besser zu verstehen. Nach mehrjähriger Recherche hatte ich so viele Dokumente - insbesondere über die 22. U-Jagdflottille - zusammen getragen, dass die Verlagsgruppe Koehler-Mittler Interesse zeigte und mir die Möglichkeit bot, ein eigenes Buch zu publizieren.
Karl-Heinz Waack
Ich habe dieses Werk meinem Großvater Karl-Heinz Waack und allen anderen auf See Gebliebenen gewidmet.
Sie können es u.a. bei www.koehler-mittler.de bestellen. Bitte beachten Sie auch die vielen anderen interessanten Publikationen der Verlagsgruppe Koehler/Mittler.